- ITER ist ein internationales Großprojekt von 34 Nationen – mit dem Ziel, die technische Machbarkeit von Fusionsenergie zu demonstrieren.
- Fusion soll zukünftig die Bereitstellung enormer Energiemengen ermöglichen, ohne CO₂ und ohne langlebige radioaktive Abfälle
- ELIN Motoren liefert speziell entwickelte Elektromotoren für Pumpen im Kühlsystem zentraler Komponenten im Plasma-Bereich der Fusionsanlage.
Weiz, Österreich, 05.05.2026 – ELIN Motoren, einer der führenden österreichischen Hersteller von elektrischen rotierenden Maschinen, liefert acht speziell entwickelte Elektromotoren zur Kühlung wichtiger Systemkomponenten innerhalb der Fusionsanlage von ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) in Südfrankreich – das technologisch fortschrittlichste Energieforschungsprojekt der Welt.
Fusion: Prinzip, Potenzial, Perspektive
Kernfusion ist das genaue Gegenteil der Kernspaltung. Bei der Fusion verbinden sich leichte Wasserstoffisotope und setzen dabei enorme Energiemengen frei – ohne CO₂-Emissionen und ohne langlebige radioaktive Abfälle. ITER, unter Aufsicht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA), vereint 34 Nationen mit dem Ziel, Fusionsenergie als technisch realisierbare, CO₂-freie Energiequelle zu demonstrieren.
Systemintegration: PHTS und thermischer Schutz der Fusionsanlage
Die von ELIN Motoren gelieferten Elektromotoren treiben die Hauptpumpen des Primary Heat Transfer System (PHTS) an, das die thermisch am stärksten belasteten Komponenten der Fusionsanlage kühlt – darunter Systeme zur Plasmastabilisierung. Das ist entscheidend, denn der Fusionsreaktor erzeugt Plasma bei Temperaturen von bis zu 150 Millionen Grad Celsius.
Die Motoren sind für den Dauerbetrieb unter extremen Bedingungen ausgelegt, darunter Magnetfelder von bis zu 40 mT. ELIN Motoren setzt auf extern simulierte und im Labor validierte magnetische Abschirmung, um die vollständige Betriebssicherheit sowohl der Motoren als auch der Messtechnik unter realen Bedingungen zu sichern.
„Mit unserem Engagement bei ITER leisten wir einen konkreten Beitrag zu einer der wichtigsten technologischen Herausforderungen unserer Zeit – der Entwicklung sauberer, sicherer und nahezu unbegrenzter Energie für künftige Generationen“, sagt Bodo Helm, Geschäftsführer von ELIN Motoren.
Die Beteiligung an ITER baut auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung elektrischer Antriebssysteme für sicherheitskritische Anwendungen in der Energieerzeugung, der Schwerindustrie und dem internationalen Anlagenbau auf. ELIN Motoren entwickelt und fertigt Elektromotoren und Generatoren – von Nieder- bis Hochspannung – für Branchen, in denen Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unverzichtbar sind.
Photocredit © ITER Organization, http://www.iter.org/
